like a dream background
refeed, heute. 4 äpfel...ich kotze nicht.
23.2.11 01:54


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ein selbstversuch: und action!

Hab ein kleines Selbstexperiment gemacht. Bei McDonalds "gefrühstückt" und beobachtet, was dabei in mir vorgeht:

der geruch ist widerwärttig. süßlich-fettig. und man entkommt ihm nicht. erster gedanke: raus hier! der gestank wird sich in meiner kleidung einnisten wie bettwanzen  in matratzen und leute werden ihre nasen rümpfen, wenn sie mir zu nahe kommen.

gedanken beiseite geschoben, kaffee bestellt, erste hürde genommen: ich sitze. gegenüber von mir eine frau, vielleicht zwanzig, vielleicht dreißig, vielleicht älter. schulterlange, dunkle, auffallend dünne haare. pickelige, rötliche auffallend dicke Backen. schiebt sich fritten in den mund, zwei, drei, vier gleichzeitig, kaut und schleckt sich die fettigen finger ab. mir läuft es eiskalt den rücken herunter. beißt in ihren frühstücksburger der aus weißen brötchenhälften, zwei scheiben (sausage?!) fleisch, ei und einer überlappenden fake-käsescheibe besteht. an der seite pratscht ketchup hervor, scheint sich kurz in ihrem mundwinkel festzusetzen, bevor er, von der mit essensbröckchen überzogenen zunge, ins innere der mundhöhle bugsiert wird. rutiniert...man scheint das also öfter zu machen. mein magen stellt sich kopf. ist steh auf und verlasse das restaurant. bekomme weder das doppelkinn, noch die monströsen oberarme aus dem kopf, die beide locker jeweils eines meiner hosenbeine ausfüllen würden. selten hat sich ein leerer magen der verzweifelt versucht ein paar schlucke schwarzen kaffee zu verdauen, besser angefühlt!

 

22.2.11 10:09


22.2.11 07:23


länger her, als es sich anfühlt

es überrascht mich ein wenig, wie schnell sich alte gefühle wieder hervorkramen lassen. wie einfach ich wieder an alte gedankenmuster anknüpfen kann. und auf einmal ist alles garnicht so lange her...auf einmal besteht wieder die option zurück zugelangen. wie eine tür, die ich vor langem geschlossen und gerade wieder einen kleinen spalt geöffnet habe. alte gerüche. alte gefahren. alles wieder ganz nah. obwohl ich weiß, dass ich es nicht sollte, will ich sie wieder öffnen, die tür. komplett. reinschlüpfen und sie hinter mir schließen.

 

hallo damals! hast du mich vermisst?!

22.2.11 06:18


ich sehe was, was du nicht siehst...

"du? zugenommen?! dann hast du ja vorher so gut wie nichts gewogen!" ich weiß, dass du nicht sehen kannst, was ich sehe. schlank, sagst du - aber schlank liegt im auge des betrachters. hübsch sagst du - aber hübsch ist der inbegriff von subjektivität. ich weiß, du hälst mich für verrückt und vielleicht hast du damit ein stück weit recht. ich weiß nicht, was schlank ist. ich weiß nicht, was hübsch ist. ich weiß nur, dass ich etwas sehe, was du nicht siehst...

neustart, morgen. fasten. komplett flüssiger tag. wie früher...

21.2.11 16:01


mahlzeit!

essen widert mich an. vielleicht ist das meine eigene schuld. vielleicht habe ich es einfach zu oft zur selbstbestrafung missbrucht. essen in verbindung mit svv?! ja, sowas gibt's!

es gab mal eine zeit in der ich es gänzlich seinlassen konnte. in der ich widerstehen konnte. in der ich hungern konnte und mich jedesmal ein gefühlt von stolz durchzuckt hat, wenn ich in der lage war "nein danke" zu sagen, während andere in die chipstüte gelangt haben.

 die zeit war so plötzlich vorbei, wie meine hüftknochen mit einer speckigen hautschicht überzogen. jetzt sind es andere, die sich triumpierenden grinsens auf die schulter klopfen dürfen, während sie mich mit zwei schokomuffins die bäckerei verlassen sehen. oder mit fettverschmierten fingern, die pizzeria. oder mich dabei beobachten, wie ich mit gierigen augen den süßigkeitenautomaten fixiere.

ich komme zurück. ich will wieder rein, in den club der beherrschten, triumphierenden. ich will beobachten und nicht beobachtet werden. ich will mich belohnen und nicht bestrafen. ich komme zurück. schließe mich wieder den starken an. und was noch viel wichtiger ist: locke meine hüftknochen wieder hervor. denn ich verabscheue essen.

21.2.11 15:42


stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen;

es bedeutet nur, immer wieder aufzustehen.

 

ich bin gefallen. die letzten stunden, die letzten tage, die letzten wochen. habe versucht aufzustehen, immer wieder. mich dann bei jedem kleinsten stolperstein wieder selbst zu fall gebracht. (du bist fett. hässlich. monster. friss weiter, friss mehr. monster. fressen ist alles was du kannst...hör nicht auf. monster. bis es wehtut. monster. fettes monster.) ich habe mich erniedrigt. gehasst. zerstört. meinen körper gemästet. geschunden. maximiert. (siehst du? hab ich dir nicht gesagt, wie fett du bist? monster.) ich habe gefressen. geheult. weitergefresse. und noch mehr geheult.

 

und jetzt? jetzt stehe ich auf. ganz langsam rappele ich mich auf. erst auf alle viere. krieche vorsichtig vorwärtz. bis ich genug kraft habe zu stehen. ich will stehen. nichts als stehen.

 

 

21.2.11 14:36


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